Theaterpädagogische Werkstatt im Forscherhaus

Nachdem die Wölfe-Klasse sich umfangreich in Gruppenarbeiten mit dem menschlichen Körper beschäftigt hat, horchen wir nun in uns hinein. Wir alle haben ganz unterschiedliche Gefühle. Aber wann genau haben wir ein „Ja“ und wann genau ein „Nein“ Gefühl und empfinden wir alle gleich. Dazu haben die Wölfe Situationen vorgestellt und dem entsprechenden Gefühl zugeordnet.

So haben wir uns auch gefragt, ob wir immer auf unser Gefühl hören, oder ab und an trotz des Neingefühls der Höflichkeit halber “mitmachen“… Dazu wurde den Kindern die Geschichte von Tante Knuddel vorgelesen und deutlich gemacht, man sollte immer auf sein Gefühl hören und darf auch N e i n sagen!

Nachdem uns die theaterpädagogoische Werkstatt den 1.Teil des interaktiven Theaterstücks „Mein Körper gehört mir“ vorgestellt hat, haben wir dazu 3 wichtige Fragen gelernt, die es immer zu prüfen gilt:

  1. Habe ich ein Ja- oder ein Nein-Gefühl?
  2. Weiß jemand, wo ich bin? 
  3. Bekomme ich Hilfe, wenn ich Hilfe brauche? 

Bei diesem mit Pädagogen und Psychologen entwickelten Theaterstück geht es um ein Programm gegen sexuelle Gewalt an Kindern. Ziel ist es, den Kindern ein Forum zu bieten, sich selbst wiederzuerkennen, ihren Blick zu schärfen,  Ansprechpartner für Tabuthemen zu sein, sich selbst besser wahrzunehmen und eigene Gefühle genauer zu differenzieren. Dabei ist natürlich eine entsprechende schulische Vorbereitung als Präventionsarbeit, Begleitung während des Lernprozesses sowie Nachbereitung wichtig.

Gemeinsam wird über die dargestellten Szenen gesprochen. Die Wölfe verfolgen dabei die dargestellten Szenen gespannt:

Hier wird auf das Nein-Gefühl eingegangen und wie man es frühzeitig vermeiden kann:

Die Theaterpädagogen suchen mit ihren Zuschauern das Gespräch und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze im direkten Kontakt. 

Zu Beginn und am Ende des Theaterstück wird gemeinsam mit den Darstellen und den Kindern der „Körpersong“ gesungen. Dazu sind wir coronabedingt auf das Außengelände gegangen.


Ging es im ersten Teil um die Entstehung von Nein-Gefühlen, so werden im 2.Teil des Theaterstückes 3 Szenen zu Möglichkeiten zur Entstehung von sexuellem Missbrauch vorgestellt.

Es wird dabei gemeinsam mit den Kindern erarbeitet, wer „schuld“ am Missbrauch hat. 


In dem 3. Teil des Theaterstückes werden Szenen zu guten und schlechten Geheimnissen gezeigt. Auch im Unterricht unterscheiden wir dazu und besprechen, was die Geheimnisse mit uns machen. 

Es wird schließlich mit den Kindern erarbeitet, an wen man sich bei Kummer wenden kann (Nummer gegen Kummer). 

 

Für die Wölfe war diese Bewusstmachung eigener Gefühle und Prävention von Missbrauch eine wichtige Erfahrung, die im Unterricht vor- und nachbereitet wurde. Wir danken in diesem Zusammenhang den Darstellern der pädagogischen Theaterwerkstatt Osnabrück.

 

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